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QUERSPUR 05: Hyperlokal

31Hyperlokal Quellen:1DDr.JosefKohlbacher,InstitutfürStadt-undRegionalforschung,ÖsterreichischeAkademiederWissenschaften In Berlin hat die identitätsstiftende Wirkung in Kiezen mit hohem Migranten-Anteil sogar zur Entwicklung einer eigenen Sprache geführt, dem Kiez-Deutsch. Diese Jugendsprache ist kein Dialekt, sondern eine Art Gemeinschafts- sprache in bestimmten Gruppen. Sie wird wis- senschaftlich beforscht und hat Analogien in den Niederlanden (straattaal, „Straßensprache“) und in Schweden (Rinkeby-svenska, benannt nach einem Viertel in Schweden). Die virtuelle Grätzel-Stadt Eine wissenschaftliche Definition von Grätzel gibt es nicht. Grätzel existieren vor allem in den Köpfen ihrer Bewohner und leben vom starken Zugehörig- keitsgefühl, das zu einer ausgeprägten Grätzeliden- tität führen kann. Ein Forschungsprojekt der School of Computer Science an der Carnegie Mellon University (Pittsburgh, USA) zeigt, dass Grätzel auch einen digitalen Fußabdruck hinterlassen: Durch Ortungsdaten aus sozialen Netzwerken werden so genannte Livehoods visualisiert, die darstellen, wie die Bewohner ihre Stadt nutzen. Livehoods gibt es derzeit v.a. für nordamerikanische und kanadische Städte. livehoods.org Lassma Moritzplatz aussteigen! VIELE DÖRFER IN EINER STADT GRÄTZEL ENTSTEHEN DURCH DAS ZUGEHÖRIGKEITSGEFÜHL IHRER BEWOHNER. IHRE NAMEN ORIENTIEREN SICH AN PLÄTZEN, KIRCHEN, STRASSEN ODER AN DER JEWEILIGEN LAGE. DIE INDIVIDUELLEN STRASSEN- ZÜGE ENTWICKELN SICH JEDOCH NICHT NUR IM PHYSISCHEN, SONDERN AUCH IM VIRTUELLEN RAUM. DAS ZEIGT EIN FORSCHUNGSPROJEKT IN DEN USA. Von Silvia Wasserbacher-Schwarzer DATEN&FAKTEN Chinesische Hutongs (mongolisch für Quelle) sind zwar keine klassischen Grätzel, sie sind je- doch der Inbegriff chinesischer Stadtkultur und daher Identifikationssymbol: Enge Gassen, die den Zugang zu traditionellen Wohnhöfen (Sihey- uan) bilden, die von allen vier Seiten von Häusern umgeben sind und den großen Innenhof definie- ren. Ihre Entstehung geht auf die Yuan Dynastie (1271–1368) zurück. Von den 6.000 Hutongs sollen heute aufgrund des Platzbedarfes für moderne Wohnanlagen jedoch nur mehr ca. 600 bestehen. www.kas.de Wiener Grätzel Im echten Leben gibt es Grätzel schon lange. Der Begriff ist vor allem in Wien gebräuchlich, umfasst stets einige Gassen und ist so etwas wie die unmittelbare Wohn- umgebung.1 Neben den historischen Grätzeln, die aus ehemals eigenständigen und dann nach Wien eingemein- deten Dörfern entstanden sind (etwa Wilhelmsdorf in Meidling), haben sich durch Stadtviertelsanierungen auch neuere Grätzel entwickelt (z.B. um den Brunnenmarkt im 16. Bezirk). Schließlich werden Grätzel durch stadtpla- nerisches Marketing auch konstruiert und mit besonderen Namen versehen, um von Beginn an ein Gemeinschafts- gefühl zu erzeugen (z.B. das Viertel 2 im 2. Bezirk). Die Welt ist ein Grätzel Kleinere Teile von Wohnbezirken als Stadt- viertel mit individuellem Lebensgefühl und besonderer Verbundenheit zwischen den Bewohnern findet man auch international: In London werden sie als Hoods (Abkürzung von Neighbourhood) bezeichnet, in Paris als Quartier, in Amsterdam als Buurt, in Berlin und Hamburg spricht man vom Kiez – wobei der Hamburger Kiez vor allem die Rotlicht-Bezirke meint. In Köln werden die so genannten Veedel meist durch umliegende Kneipen definiert. London: Hoods (Neighbourhood) Amsterdam: Buurt Köln: Veedel Hamburg/ Berlin: Kiez Paris: Quartier Wien: Grätzel hon lange. Der wwerderdenen soso stestellellenn, ehoehoe oodsodsods hhhhe ue ue u dndndnd r Qr Qr Qr Queluelueluel )le)le)le)le) e se se si dindindind jjejejej -- uultltultur ur u dndnd sesenn, diedie (

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