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QUERSPUR 05: Hyperlokal

26 ////// DIE „WALKABILITY“ DER NACHBARSCHAFT ///// Wohnungssuchende legen meist großen Wert darauf, eine Wohnung in fußgänger- freundlicher Umgebung zu finden, die nicht nur zum Spazierengehen einlädt, sondern auch gute Infrastruktur bietet. Das US-amerikanische Start-up Walk Score hat dafür eine Plattform entwickelt, auf der die Suche nach einer neuen Wohnung mit einer Be- wertung der „Walkability“ (Fußgängerfreundlichkeit) der jeweiligen Umgebung kom- biniert werden kann. Man gibt eine beliebige Wohngegend oder eine genaue Adresse ein, erhält sogleich den Walk Score (Bewertungsskala von 1 bis 100 Punkten), Emp- fehlungen von Anrainern und eine Liste an Wohnungen in Gehweite. Auch für öster- reichische Städte funktioniert der Walk Score bereits – hier fehlen nur noch die Bei- träge von Anrainern. www.walkscore.com ////// DAS RAD DOCH NEU ERFUNDEN /////////////////// Viele indische Frauen und Kinder verbringen einen Großteil des Tages damit, Wasser für sich und die Familie herbeizuschaffen. In dieser Zeit können Frauen kein Geld verdienen und Kinder nicht zur Schule gehen. Hinzu kommen die enormen körperli- chen Strapazen durch das kilometerweite Tragen der Wassergefäße auf dem Kopf. Diese Situation veranlasste Cynthia Koenig, die New Yorker Gründerin des sozialen Unternehmens Wello, gemeinsam mit Einheimischen und Experten nach neuen Lö- sungen zu suchen. Das Ergebnis ist das Water Wheel, ein erschwingliches Trans- port-Rad mit einer Kapazität von 50 Litern Wasser, das einen schnelleren, körperlich weniger anstrengenden und hygienischeren Transport der täglich benötigten Was- sermenge ermöglicht. wellowater.org ////// UNBEKANNTE BESCHENKEN //////////////////////// Was im Bekanntenkreis nicht verschenkt oder getauscht werden kann, findet mitunter seinen Weg auf Online-Plattformen, wo es an Unbekannte weitergegeben wird. Die Schweizer Kunstinitiative Tako hat diesen Gedanken aufgegriffen und ermöglicht es den Anrainern nun auch offline, Dinge zu verschenken, die diese los werden wollen. In kunstvoll gestalteten Nachbarschaftsaustauschboxen kann jeder Gegenstände able- gen, welche er nicht mehr braucht, und sich im Gegenzug etwas aus der Box nehmen. In einer der 20 „Boîtes d’Échange Entre Voisins“ (Boxen zum Austausch unter Nach- barn) soll sich sogar einmal eine Apple-TV-Box befunden haben. www.tako.ch/box/geneve START-UPS INNOVATIVESONLINE&OFFLINE SPANNENDE IDEEN AUS ALLER WELT ZUM THEMA HYPERLOKAL. Von Katrin Stehrer

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